Landsberger Werbewahn

Landsberger Werbewahn

Beitragvon andreastguldner » Fr 21. Feb 2014, 23:05

Zur Kommunalwahl im März bekommt jede Liste bis zu 120 Plätze für Stadtratswahlplakate, ca 50 Plätze für Kreistagswahlplakate, Plätze auf den großen Tafeln der Stadt zugewiesen und darf auf privatgrund mit Einverständnis des Besitzers Großplakate aufstellen.
Also genug Fläche für alle.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen.
- keine Plakate bei Verkehrszeichen anbringen; d.H. wo Schilder sind kann kein Plakat sein, wegen der Ablenkung.
- keine Plakate in der Altstadt; also alles innerhalb des Stadtmauerrings plus östliches Lechufer von Karolinen bis Sandauerbrücke.
- keine Plakate in Kreisverkehren und großen Kreuzungen;
- keine Behinderungen erzeugen; zB Sichtbehinderung für Verkehrsteilnehmer, behinderung von fußgängern und / oder Radlern,

Sollte nicht allzu herausfordernd sein das einzuhalten, oder ?

Dachte ich und sicher viele andere ebenso. Leider scheint der Antrieb sich bekannt zu machen, öffentlich aufzufallen , zu unüberwindlich für einige.
Fehler können passieren. Einzelne Plakate die nur bedingt den Vereinbarungen entsprechen wären kein Problem. Melden - abändern - fertig.
Wir sind jetzt in der Situation angelangt wo teilweise ganze Türme von Plakaten entstanden, ( 2-3-4 übereinander..), ganze Reihen aus Plakaten die Straßen säumen, ein und ausfahrten schlechtere Sicht haben, Ampeln - verkehrszeichen usw auch herhalten müssen als Plakatträger, Plakate den Fußgeher einschränken, man also eine regelrechte Flut hat und die begrenzten Plätze bereits voll.

Selbstverständlich hat jeder Werbewillige eine bringschuld sich zu Informieren was geht und was nicht. Zudem besteht eine Vereinbarung zwischen den Beteiligten und unser Städtisches Ordnungsamt ist gerne bereit die entsprechenden "Regeln" mitzuteilen, Vorschläge zu machen, serviceorientiert dort einen Ausgleich zwischen Werbenden und umworbenen zu fördern. Ist nix geheimes, kein nicht-öffentliches Dokument oder so.

Verständlicherweise wäre eine genrelle Freigabe aller Masten, Pfosten usw für manche wünschenswert. Dagegen steht zum einen die Verkehrssicherheit.
Sichtbehinderungen können mehr Kosten als die Wirkung eines Plaketes je Wert ist. Ablenkungen bietet der Schilderwald und die modernen Spielzeuge schon genug, daher ist ein Freihalten von Kreuzungen und Verkehrszeichen sicher sinnvoll. Außerdem zeigt sich an der Selbstbeschränkung ob man Vorgaben folgen kann oder sich für cleverer als andere hält. Letzteres kann darauf hindeuten das es in der Stadtratsarbeit später ebenfalls zu Konflikten mit dem bestehenden Rahmenbedingungen kommen kann.
Wer jetzt schon trickst, hört damit ja nicht plötzlich auf...

Im Interesse aller möchte ich um eine EInhaltung der Vereinbarung bitten. Heute im Zeitalter moderner Kommunikation muß man keine Stadt werbewirksam zupflastern. Präsenz Ja, Penetranz - Nein.
andreastguldner
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