die Verkaufte Stadt

die Verkaufte Stadt

Beitragvon andreastguldner » So 6. Apr 2014, 22:09

Ein interessantes Thema.
Unsere Städte im Süden und besonders in der Metrolpolregion München haben viel zulauf.
Das hat Vor und Nachteile.

Dazu ein paar Anregungen, Auszüge aus einem Artikel vom Wochenende:

Die Stadt ist das nebeneinander vom Arm und Reich, Alt und Jung, Schön und häßlich; von verschiedenen Lebensentwürfen auf engem Raum. Die Paralellität von Wohnen, Arbeiten und Freizeit.
Die Anonymität der Großstadt erlaubt das Ausbrechen aus der sozialen Kontrolle des Dorfes, die zufälligkeit der Begegnungen, das Alleinsein unter vielen.



Städtisches Leben lässt sich weder kaufen noch planen. Es wächst oder verschwindet mit der langen Reihe von Bewohnern, die eine Straße oder Viertel beleben. Mit der Viertelkneipe, dem kleinen Laden oder dem Handwerksbetrieb. In Vierteln wo nur Wohnhäuser, oder nur Büros und Geschäfte sind, kann diese Mischung, die das Stadtleben so interressant macht, nicht entstehen.


Not in my Backyard. - die Rosinenpicker die das zusammenleben Kontrollieren und damit gefährden.
Alle unangenehmen Seiten des Lebens in Gesellschaft werden bekämpft oder ausgeklammert. Das eigentlich private Bedürfnis nach Ruhe und Sicherheit wird ins Öffentliche, den mit allen Stadtbewohnern geteilten Raum übertragen.


Tagsüber sind die Straßen belebt von Büromenschen, Touristen und Pendlern aus dem Umland, die in die Geschäfte strömen. Weil innerhalb dieser "city" fast nur noch Geschäfts und Bürogebäude stehen, sind die Straßen dort nachts auch wie ausgestorben. Gewachsen ist hier kaum noch etwas.
Jeder Leerstand bedroht das System. Und damit dieser Kreislauf ständig aufrechterhalten wird, überbieten sich die Städte mit immer ausgefalleneren Events: Museumsnächte, Shopping-nächte, Straßentheater-festivals, Public viewing, Stadtstrände etc; geplantes Leben statt spontan.
Die bespaßte Stadt..

Ein Artikel aus der AA / LT zum Essay von Hannelore Schlaffer: Die City.Straßenleben in der geplanten Stadt.
Vieles davon bezieht sich auf die großen Städte aber manches passt auch auf die kleineren wie Landsberg.
Ich denke wir wollen keine mini-kopie der Anderen sein, so auch keine kleinausgabe der Fehler .
andreastguldner
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die Verkaufte Stadt

Beitragvon MichaeltheSy » Mi 10. Okt 2018, 19:59

Die Frage ist dann Städtebaulich - muss der Containerbahnhof direkt neben den Personenbahnof? Oder nicht doch besser Neubau am stadtrand, und konzentriert Wohnen und Büros auf den heutigen Güterbahnhof? Wenn man nicht in die stadt fahren muss könte das für die sPeditionen durchaus interessanter sein.
MichaeltheSy
 
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